Tanger, eine Stadt in Marokko. Der junge Polizeiinspektor Kamel Raoui wird mit der Aufklärung des Mordes an dem Drogenhändler Hakim Tahiri beauftragt. Die erste Verdächtige ist Touria, eine junge Frau, die zur Tatzeit mit ihrem kleinen Bruder Pipo am Ort des Verbrechens war. Sie übt auf den Ermittler eine unerklärliche Anziehung aus.

In diesem nordafrikanischen Werk steht der Wandel der Geschlechterrollen in der Gesellschaft im Vordergrund. In der Form eines spannenden Krimis geht es um weitestgehend tabuisierte Themen wie Kindesmissbrauch, Transsexualität, Drogenhandel und Prostitution. In seiner Heimat setzte sich Nabil Ayouche damit heftiger Kritik aus. Der Regisseur und Autor, Jahrgang 1969, gehört zur Generation des neuen Kinos in Marokko. Nachdem er von 1987 bis 1990 Theaterkurse in Paris besuchte, realisierte er zahlreiche Werbefilme und einige Kurzfilme. Sein erster Spielfilm "Mektoub" erhielt im Dezember 1997 beim Filmfest in Kairo den Preis für den besten arabischen Film und den Preis für den besten Erstlingsfilm. Sein zweiter Spielfilm "Ali Zaoua" vertrat Marokko bei der Oscar-Verleihung 2000 in der Kategorie bester ausländischer Film und kam auch in Deutschland in die Kinos. Die junge marokkanische Drehbuchautorin Malika Al Houbach lebt in Holland. Sie arbeitete an zahlreichen Fernsehfilmen und Serien mit. Die Schauspielerin Lubna Azabal wirkte bisher bei sechs Filmproduktionen mit. In "Un jour dans la vie du cinéma français" (2002) war sie an der Seite von Audrey Tautou, Monica Bellucci und Gérard Depardieu zu sehen.