Frank (Ken Duken) kehrt traumatisiert aus dem Krieg zurück. Er stand als Elitesoldat viele Jahre an der Front. Nun will er sich eine Auszeit nehmen und mit den Erfahrungen auseinandersetzen. Dabei möchte er sich vor allem auf seine Familie konzentrieren, insbesondere auf seine Tochter, die er nach langer Zeit endlich wieder in seine Arme schließen will.

Frank ist gerade mit seinem Wagen auf dem Weg zum Treffen mit ihr am Berliner Hauptbahnhof, als er einen Anhalter, Andreas (Tom Wlaschiha), mitnimmt. Dieser verhält sich höchst seltsam. Der scharfsinnige Ex-Soldat durchschaut seinen Plan, einen Bombenanschlag zu verüben. Frank setzt im Wettlauf gegen die Zeit alles daran, diesen zu verhindern.

Schreckensszenario authentisch eingefangen

Duken stand für den Streifen nicht nur als Hauptdarsteller vor der Kamera, sondern war auch am Drehbuch beteiligt. Zudem übernahm er die Regie und lieferte damit sein Debüt. Das gelang ihm mit Bravour. Duken inszenierte ein Roadmovie, das mit einem fesselnden Thrillerplot sowie temporeichen Actionsequenzen aufwartet. Dabei griff er ein hochaktuelles und brisantes Thema auf und setzte es äußerst realitätsnah um: Terroranschläge, vor denen man selbst in Deutschland nicht mehr sicher ist.

So wird, wie bereits der Titel andeutet, die Hauptstadt zum Handlungsort. Manch einem werden Parallelen zu einem realen Ereignis auffallen: dem Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016. Das ist allerdings nicht intendiert, wie Duken in einem Interview verriet. Die Produktion des Filmes hatte schon zwei Jahre zuvor begonnen.