Nach dem Tod der Mutter bekommen die Zwillinge Jeanne und Simon Marwan vom Notar zwei Briefe überreicht. Im einen bittet die Mutter darum, den tot geglaubten Vater zu suchen. Im anderen berichtet sie von einem Bruder, von dessen Existenz die Geschwister erstmals erfahren. Um die Mutter besser verstehen zu können, lässt sich Jeanne auf das seltsame Unterfangen ein und reist von Kanada in das Land ihrer Mutter. Doch im Libanon angekommen, muss Jeanne feststellen, dass auch nach dem Bürgerkrieg immer noch der Hass regiert. Nur zögerlich kommt sie dem erschütternden Geheimnis der Mutter auf die Spur ...

Denis Villeneuve entwickelt hier vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs im Nahen Osten eine intensive, vielfach preisgekrönte Geschichte, die zwei Generationen zutiefst beeinflusst. Diese Adaption des Theaterstücks "Incendies" (so auch der Originaltitel) von Wajdi Mouawad wird zwar gegen Ende immer heftiger und unwahrscheinlicher, wurde aber dennoch 2011 für einen Oscar als bester nicht englischsprachiger Film nominiert. Die Trophäe gewann allerdings Susanne Biers Drama "In einer besseren Welt".



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