Anna plant einen Überfall auf einen millionenschweren Geldtransport. Sie bittet Charlie, einen Freund aus alten Tagen, bei der Sache mitzumachen. Charlie, der sich eigentlich schon aus dem "Geschäft" zurückgezogen hatte, holt noch zwei alternde Ganoven dazu: einen verheirateten Basken und den dandyhaften Roger. Aber auch zu viert lässt sich der Coup nicht realisieren: Es fehlt das nötige Kleingeld. Also überzeugen sie den kaltblütigen Serge von ihrem Vorhaben, der zwei junge Automatenknacker motbringt, die das Geld für die Vorbereitungen vorstrecken. In einem entlegenen Landhaus bereitet sich das gemischte Team bis ins kleinste Detail auf den Überfall vor. Doch bis die Zeit zum großen Schlag reif ist, kommt es zu Spannungen zwischen Serge und Anna sowie dem Rest der Gruppe...

"Die Skrupellosen" ist das Porträt einer Gruppe von Ganoven, die alle nur einen Wunsch haben: abkassieren und dann in Frieden leben. Aber die Männer und die Frau, zwischen denen eine ganze Generation liegt, müssen sich erst aneinander gewöhnen. Die Alten werfen den Jungen mangelnden Respekt und Stillosigkeit bei ihrer Arbeit vor; die Jungen dagegen trauen den Alten nichts mehr zu. Regisseur Xavier Durringer inszeniert das lange Warten auf den Tag X in einer beschaulichen Landschaft und in harmonischen Farben. Vor dieser ruhigen Szenerie jedoch hebt sich die Gewalt der Worte, die Schärfe der Sätze und die Aggression der Körper zwischen aufgeladenen Einzelgängern nur noch stärker ab. Und bisweilen auch absurder, wie in der zum Schreien komischen Diskussion zwischen den zugekoksten Nachwuchsgangstern über die These "Die Kugel, die Dich trifft, hörst Du nicht".