Bruno Dumonts Filme könnten gut mit einem Kuriositäten-Kabinett verglichen werden, in dem sich ein bizarrer Gegenstand hinter den anderen reiht. Sein neuestes Werk, die Komödie "Die feine Gesellschaft", scheint dabei besonders hervorzustechen.

Der französische Regisseur lässt darin zwei Welten aufeinanderprallen: Die reichen Van Peteghem und die armen Bruforts. Die ersteren sind ein Klan vermögender Industrieller, die mehrfach untereinander verwandt sind. Vermutlich leiden deswegen alle Männer der Familie an irgendeiner Missgestaltung ihres Körpers oder Geistes. Bei ihrem Urlaub an der Nordküste Frankreichs treffen sie die Muschelsammler und Fährenbetreiber Bruforts. Diese lassen ab und zu ihre Kunden verschwinden, um sie schließlich zu essen.

Wie es der Zufall will, verlieben sich die Kinder Billie (Laura Dupré) und Ma Loute (Brandon Lavieville) der beiden gegensätzlichen Familien ineinander. Um ihrer Sprösslinge Willen müssen sich die Eltern nun miteinander arrangieren.  

Makabre Gesellschaftsparodie

Regisseur und Drehbuchautor Bruno Dumonts ist für seine außergewöhnlichen Filme wie zum Beispiel das Drama "L'Humanité" (2011) bekannt. Diese treffen selten den Geschmack einer breiten Masse.

Mit "Die feine Gesellschaft" traute sich der Filmemacher an eine Komödie, die zwar den eigenartigen Stempel ihres Machers trägt, es aber schafft, eine surreale und aberwitzige Welt zu kreieren, die eine unschuldige Liebe mit bizarren Elementen anreichert.