Wer Kinder hat, weiß: Alles hat seine Zeit. Die Zeit der Windeln, wenn die Kleinen ganz auf Mama und Papa angewiesen sind. Die Zeit von Kindergarten, Schule, den ersten großen Partys, dem ersten Liebeskummer. Und dann die Zeit, wenn die Kinder irgendwann ausziehen, um endgültig auf eigenen Beinen zu stehen. Die 55-jährige Anne (Sophie Marceau) hat das Programm inzwischen komplett hinter sich – denkt sie. Denn in "LOL 2.0" laufen die Dinge irgendwie doch ganz anders, als sie sich das vorgestellt hatte.
Einen kleinen, aber sehr unterhaltsamen Teil des Erziehungsprogramms von Anne konnte man vor einigen Jahren schon im Kino sehen. Die gefeierte französische Komödie "LOL" erzählte 2009 von großen Feten ihrer Teenager-Tochter Lola (damals für einen César nominiert: Christa Théret), von Liebe, Drogen und einigen Exzessen. 17 Jahre später rückt nun eine andere Tochter von Anne in den Mittelpunkt – Louise, verkörpert von Thaïs Alessandrin.
Thaïs Alessandrin ist in diesem Film nicht nur zweite Hauptdarstellerin neben "La Boum"-Star und Ex-Bond-Girl Sophie Marceau, sondern zugleich die Tochter von Regisseurin Liza Azuelos. Zudem schrieb sie gemeinsam mit Frédéric Da und ihrer Mutter, die seinerzeit auch schon "LOL" inszenierte, das Drehbuch zum Sequel.
Kindergarten, Schule, Teenie-Exzesse: Anne hat das alles also erfolgreich hinter sich gebracht und freut sich nun über die neu gewonnenen Freiheiten. Mehr Zeit für den Job, für die Liebe, für sich. Dann aber steht ihre 23-jährige Tochter Louise plötzlich wieder vor der Tür. Nach ein paar Rückschlägen will sie ihr Leben im Hotel Mama neu sortieren. Es wird da ordentlich krachen. Der grundsätzliche Ansatz von "LOL 2.0" ist aber, zum Glück, doch wieder ein sehr heiterer und versöhnlicher. Auch mit Blick auf junge Menschen. "Diese Generation hat nicht nur Versager", heißt es da. "Die jungen Leute sind spannend!"