"Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel", "The Town - Stadt ohne Gnade", "Argo" -  hinter diesen bekannten Filmtiteln steckt der derzeitige "Batman"-Darsteller Ben Affleck, der nicht nur auf dem Regiestuhl Platz nahm, sondern in seinen eigenen Werken selbst eine Rolle verkörperte (Ausnahme "Gone Baby Gone"). So auch im Fall von "Live By Night".

Während der Prohibition in den 1920er-Jahren gibt es einen Mann, der sich dem Ganzen widersetzt: Joe Coughlin (Affleck). Schon als junger Mann hat er sich vom normal-bürgerlichen Leben abgewendet und die illegale Laufbahn eingeschlagen.

Dies wird dem Alkoholschmuggler spätestens dann zum Verhängnis, als er einen Gangsterboss nicht nur um dessen Geld erleichtert, sondern auch dessen hübsche Frau Emma Gould (Sienna Miller) verführt.

Das Tüpfelchen auf dem i

Nach seinem "Oscar" für die "Beste Regie" für seinen Thriller "Argo" hatte Affleck die eigene Messlatte besonders hoch gelegt. Auf den ersten Blick scheint "Live By Night" all die Tugenden zu beinhalten, die in den anderen drei Werken des Regisseurs so gelobt wurden: eine trickreiche und kluge Story, die mit vielen Wendungen aufwartet, eine ausgezeichnete Besetzung sowie eine tolle Bilderwelt.

Dennoch fehlt dem Spielfilm das gewisse Etwas - auch wenn alle Eckpfeiler der Geschichte abgehandelt werden, bleibt der Zuschauer mit der Erwartung zurück, dass eine Eigenschaft ausgepart ist, die den Thriller zu etwas Außergewöhnlichem macht. Nichtsdestotrotz ist der Affleck-Film durchaus sehenswert, auch wenn er nicht an den "Argo"-Erfolg anknüpfen kann.