Mendel lebt

KINOSTART: 05.11.1999 • Dokumentarfilm • Deutschland (1999) • 98 MINUTEN
Lesermeinung
Originaltitel
Mendel lebt
Produktionsdatum
1999
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
98 Minuten
1971 drehte Hans-Dieter Grabe den ersten Film über Mendel Szajnfeld, einen Juden aus Polen, der auf Grund gesundheitlicher Spätschäden als Folge der Haft in deutschen Lagern (Konzentrationslager Plaszow, Arbeitslager in Krakau und Tschenstochau) nicht mehr arbeits- und kaum noch lebensfähig war ("Mendel Schainfelds zweite Reise nach Deutschland" am 22. Oktober in 3sat; Grabe kam damals mit seinem Protagonisten überein, für den Titel die deutsche und nicht die polnische Schreibweise zu wählen, um den deutschen Zuschauern die Annäherung an diesen Film nicht durch einen Namen im Titel, von dem die meisten nicht wissen, wie er auszusprechen ist, zu erschweren). 27 Jahre später sahen sich beide wieder. Es entstand "Mendel lebt", Grabes Wiederbegegnung mit einem veränderten Mendel Szajnfeld. Hans-Dieter Grabe: "So wie mir wird es manchem meiner Kollegen gehen: Da waren vor Jahren oder Jahrzehnten Menschen vor unserer Kamera, und wir bekommen sie und das, was sie gesagt haben und wie sie es gesagt haben, einfach nicht mehr aus dem Kopf. Es genügt, dass jemand ein Wort auf eine bestimmte Weise betont, und schon sehen wir "unsere" Person vor uns und hören, wie sie im Film genau dieses Wort auf dieselbe Weise ausspricht. Einer dieser Menschen, die so mein Leben begleiteten, ist Mendel Szajnfeld. 1971 reisten meine Fernsehkollegen und ich mit Mendel Szajnfeld im Zug von Oslo, seinem Wohnort, nach München. Dort wollte er einen medizinischen Gutachter aufsuchen, um mit seiner Hilfe von den deutschen Behörden eine Erhöhung seiner Spätschädenrente zu erreichen. Zum ersten Mal in seinem Leben berichtete der gebrochene Mann über seine Erfahrungen mit den Deutschen - vor uns Deutschen und auf einer Reise nach Deutschland. Damals hätte ich nicht gedacht, dass Mendel Szajnfeld 27 Jahre später noch am Leben sein würde. Im Sommer 1998 fuhr ich nach Oslo, um Mendel Szajnfeld wiederzusehen. Ich hatte eine digitale Videokamera dabei, weil ich unsere Wiederbegegnung ganz direkt festhalten wollte. In seiner kleinen Küche schnitt Mendel Szajnfeld das Brot für uns beide. Nicht mit der Maschine schnitt er es, sondern mit dem Messer, langsam und andächtig und ganz genau, Scheibe für Scheibe. Und vor mir sah ich, wie ihn 1971 die Erinnerung an die Jahre in den Lagern überwältigt hatte: 'Ich habe auch manchmal Gras versucht zu essen. Es war aber nicht dasselbe. Brot, Brot, Brot, mal satt zu werden! Ich hatte Hunger! Das war der einzige Gedanke. Leben, leben!' Der 76-Jährige 1998 vor meiner Kamera hat aber keine Tränen in den Augen. Seine Augen leuchten, als er zu mir sagt: 'Es ist recht herrlich, daran zu denken, dass man essen kann, so viel man Lust hat.'"

Neu im kino

Mittagsstunde
2022
Don't Worry Darling
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Moonage Daydream
Dokumentarfilm • 2022
prisma-Redaktion
Ticket ins Paradies
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Lieber Kurt
Komödie • 2022
Orphan: First Kill
Horror • 2022
prisma-Redaktion
Das Leben ein Tanz
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Alle für Ella
Komödie • 2022
Das Glücksrad
Drama • 2021
prisma-Redaktion
Freibad
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Kein Blockbuster-Stoff, trotzdem ein echtes Kino-Erlebnis: Mit "Three Thousand Years of Longing" präsentiert George Miller seinen zehnten Spielfilm.
Three Thousand Years of Longing
Fantasy • 2022
prisma-Redaktion
Die Känguru-Verschwörung
Satire • 2022
prisma-Redaktion
After Forever
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Beast – Jäger ohne Gnade
Horror • 2022
prisma-Redaktion
Mein Lotta-Leben – Alles Tschaka mit Alpaka!
Kinderfilm • 2022
prisma-Redaktion
Jagdsaison
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Der Gesang der Flusskrebse
Drama • 2022
prisma-Redaktion
Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr
2021
prisma-Redaktion
Nope
2022
prisma-Redaktion
Der junge Häuptling Winnetou
Abenteuerfilm • 2021
Nicht ganz koscher – Eine göttliche Komödie
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
Bullet Train
Actionkomödie • 2022
prisma-Redaktion
Guglhupfgeschwader
2022
prisma-Redaktion
Hatching
Fantasy • 2022
prisma-Redaktion
Der perfekte Chef
Komödie • 2021
prisma-Redaktion
DC League of Super-Pets
Animationsfilm • 2022
prisma-Redaktion
Bibi & Tina – Einfach anders
Abenteuerfilm • 2022
prisma-Redaktion
Mission: Joy – Zuversicht & Freude in bewegten Zeiten
Dokumentarfilm • 2022
prisma-Redaktion
Monsieur Claude und sein großes Fest
Komödie • 2022
prisma-Redaktion
The Owners
Horror • 2020
prisma-Redaktion

BELIEBTE STARS

Asiatische Schönheit zwischen Action- und Characterfach: Michelle Yeoh.
Michelle Yeoh
Lesermeinung
Mimt gerne den alten Haudegen: Scott Glenn.
Scott Glenn
Lesermeinung
Schauspieler Colin Farrell.
Colin Farrell
Lesermeinung
Schauspielerin Martina Gedeck.
Martina Gedeck
Lesermeinung
Nach dem Studium trat sie in New York in einigen Theaterstücken auf: Sienna Miller.
Sienna Miller
Lesermeinung
Smart und vielseitig: Heino Ferch, hier in dem
Familiendrama "Vater Mutter Mörder"
Heino Ferch
Lesermeinung
Kim Basinger gehört zu den meist gefragten Stars
Kim Basinger
Lesermeinung
Beschert dem Rostocker "Polizeiruf 110"
Traumquoten: Charly Hübner
Charly Hübner
Lesermeinung
Außergewöhnlich beeindruckende Mimik: Rufus Sewell.
Rufus Sewell
Lesermeinung
Komische Gesichter sind seine Spezialität: Rowan Atkinson
Rowan Atkinson
Lesermeinung
Begehrter Darsteller: Götz Schubert  
Götz Schubert
Lesermeinung
Claire Foy in ihrer Rolle als junge Queen Elizabeth II. in der Netflix-Serie "The Crown".
Claire Foy
Lesermeinung
Lässiger Typ: Schauspieler Karl Urban.
Karl Urban
Lesermeinung
Sky du Mont wurde in Argentinien geboren.
Sky du Mont
Lesermeinung
Feierte mit "Swingers" seinen Durchbruch: Vince Vaughn.
Vince Vaughn
Lesermeinung
Wird gerne als Bösewicht besetzt: Mark Strong
Mark Strong
Lesermeinung