Peter Lindbergh machte Mannequins zu Supermodels: Die Dokumentation "Peter Lindbergh – Women's Stories" blickt auf Leben und Werk des legendären Fotografen.

Im Januar 1990 erschien die britische "Vogue" mit einem der bekanntesten Fotos aller Zeiten auf dem Titelblatt. Linda Evangelista, Naomi Campbell, Cindy Crawford, Christy Turlington und Tatjana Patitz drängen sich dicht aneinander, gekleidet in einfache Tops von Giorgio di Sant'Angelo, im Hintergrund die Stadt New York. Das Foto sollte die fünf Frauen zu Supermodels machen. Hinter der Kamera: der deutsche Fotograf Peter Lindbergh.

Lindbergh, geboren 1944 im heute polnischen Lissa, begann seine Karriere 1978 in Paris. In den Folgejahren arbeitet er für alle großen Zeitschriften, für den "Rolling Stone", den "New Yorker" und die "Vanity Fair". Das außergewöhnliche Leben des heute 74-Jährigen zeichnet die Dokumentation "Peter Lindbergh – Women's Stories" nach.

Regisseur Jean Michel Vecchiet barg seltenes Filmmaterial aus den Archiven und sprach für seinen Film mit Weggefährten des Fotografen. "Es ging nicht immer um perfekte Schönheit", erinnert sich etwa Naomi Campbell an ihre Zusammenarbeit mit Lindbergh. "Das wollte ich nicht, und das war auch nicht das, wonach Peter suchte." Ihm gehe es immer um das, was hinter den Bildern liege, sagt Lindbergh – um die Gefühle, nicht um die Oberfläche.


Quelle: teleschau – der Mediendienst