Während Robert und Susanne ihren Alltag im neu gebauten Haus auf dem Lande leben, haben Alex und Tamara (Irina Potapenko, Foto) in Wien so ihre Schwierigkeiten: Denn Tamara ist eine Prostituierte aus der Ukraine und Alex ist der Handlanger ihres Chefs. Ihrer Liebe können sie nur in aller Heimlichkeit freien Lauf lassen, denn die Regeln des Milieus verbieten dies. Um diesem zu entkommen, plant Alex einen Banküberfall in einer Provinzstadt. Hier kommt Robert ins Spiel. Denn der ist Polizist und schießt dem Fluchtwagen hinterher. Er trifft Tamara tödlich. Der verzweifelte Alex taucht bei seinem Vater unter, hat dabei aber nur eines im Sinn: Rache ...

Götz Spielmann beginnt seine fünfte Spielfilmarbeit wie eine Milieustudie über eine unmögliche Liebe, bei der allerdings schon einige Einstellungen erkennen lassen, dass bald ein Thriller folgen wird und scheinbar belanglos mit der Kamera eingefangene Spielorte noch große Bedeutung haben werden. Nach und nach entblättert die Regie eine tragische Geschichte, die zu einer suspense-vollen Rache stilisiert wird – und das ohne strapaziöse Längen. So wundert es nicht, dass dieser Oscar-Vorschlag aus Österreich der Jury eine Nominierung wert war.

Foto: Lukas Beck