Seit Kindertagen sind Lil und Roz beste Freundinnen, die heute an der paradiesischen Ostküste Australiens in direkter Nachbarschaft wohnen. Ihre Söhne sind inzwischen erwachsen. Nach der Beerdigung von Lils Ehemann kündigt Roz’ Mann an, dass er zwecks Job nach Sydney ziehen werde. So führen nun die beiden Frauen mit ihren gut befreundeten Söhnen ein eher unauffälliges Leben – bis Lils Sohn Ian mehr als offensichtlich beginnt, für Roz zu interessieren, die schließlich sogar nachgibt. Als Roz' Sohn Tom von der Affäre erfährt, macht er sich an Ians Mutter ran, bis diese seinen Avancen ebenfalls nicht mehr widerstehen kann. Erst als sich Tom in eine etwa gleichaltrige Frau verliebt, gerät das seltsame Vierer-Geflecht arg in Wanken ...

Nach der Vorlage "Die zwei Großmütter" der im November 2013 verstorbenen Literatur-Nobelpreisträgerin Doris Lessing drehte die Regisseurin Anne Fontaine ("Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft", "Das Mädchen aus Monaco") einen Langeweiler, wie er kaum schlimmer sein kann. Warum sich die ansonsten meist brillant aufspielenden Naomi Watts und Robin Wright sich für diesen groben Käse, der selbst die schlimmsten "Rosamunde Pilcher"-Adaptionen in den Schatten stellt, hergegeben haben, wissen nur sie allein. Hier zumindest stimmt einfach nichts: hölzerne Dialoge, unglaubwürdige Wendungen, Softcore-Schmalz ohne Ende, kurz: ein Graus!

Foto: Concorde