Der von Indianern abstammende Raphael (Johnny Depp, Foto) lebt mit seiner Familie am Rande einer Müllkippe in Morgantown, einer Kleinstadt im Mittleren Westen der USA. Die Suche nach Arbeit führt ihn in die Nachbarstadt und dort zum mysteriösen McCarthy, der den Beinamen "Todesengel" trägt. Der schlägt Raphael einen Handel vor: Er soll 50000 Dollar erhalten, wenn er einwilligt, in einem Snuff-Video mitzuspielen - einem illegalen Film, bei welchem die Darsteller gefoltert und schließlich getötet werden. Um seiner Frau und seinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen geht Raphael einen folgenschweren Deal ein ...

Nach ihrem gemeinsamen Auftritt in Jeremy Levens Komödie "Don Juan DeMarco" verpflichtete Johnny Depp seinen Filmpartner Marlon Brando für sein Kino-Regiedebüt, das er nach einem Roman von Gregory McDonald ("Fletch, der Troublemaker") langatmig in Szene setzte. Am Anfang noch relativ geheimnisvoll und ansatzweise spannend, verliert dieser abgedrehte Thriller aber mehr und mehr an Fahrt und Hauptdarsteller Depp hält viele Szenen lang nur sein von Melancholie gezeichnetes Gesicht in die Kamera. An dem hanebüchenen Drehbuch arbeitete übrigens auch Daniel P. Depp mit, der Halbbruder von Johnny.

Foto: Concorde Home Entertainment