Das Rock-Quartett um den Poeten Jim Morrison hat die 68er-Generation nicht nur geprägt, sondern verkörpert. "The Doors" schufen einen unverkennbaren Sound zwischen Jazz, Soul und Rock, sangen von Rebellion und Revolte, wurden so zum Idol einer jungen Generation. Auch fast vierzig Jahre nach dem Ende der Band, bedingt durch Morrisons Tod, funktioniert und fasziniert die Musik immer noch.

Kultfilmer Tom DiCillo ("Total abgedreht - Living in Oblivion") kramte in Bergen von Archivmaterialen und stellt ausschließlich daraus dieses ungewöhnliche Porträt einer Band (von den Anfängen in Venice Beach 1965 über die sechs Studioalben bis zu Morrisons Tod 1971) zusammen. Ebenfalls zu sehen: Morrisons Kurzfilme aus seiner Filmstudienzeit (er war Schüler von Josef von Sternberg und Kommilitone von Francis Ford Coppola. Jeder Doors-Freund dürfte bei diesen Bildern (auf und hinter der Bühne, Privataufnahmen) mit der Zunge schnalzen. Als Erzähler konnte DiCillo kein Geringeren als Johnny Depp verpflichten. Der Mythos lebt!

Foto: Kinowelt