Unfallarzt Tom Vansant hat es als alleinerziehender Vater nicht gerade leicht, obwohl er seine Tochter Luise über alles liebt. Die verschwindet jedoch eines Tages scheinbar spurlos und Vansant kann nicht mal mehr seiner Arbeit nachgehen, da er stets nur an sie denken muss. Als er eine Streunerin aufgabelt, glaubt er bald, dass diese weiß, wo Louise steckt. So folgt er dem Mädchen von Brüssel in deren beschaulichen Heimatort in den Ardennen und entdeckt dort tatsachlich Spuren von Louise. Dabei kommt er jedoch einigen hoch angesehenen Bürgern des Ortes verdächtig nahe ...

Wer die packende TV-Serie "Dunkle Wasser" gesehen hat, erkennt schnell Parallelen: Finstere Geheimnisse, die sich dem Zuschauer erst nach und nach puzzleartig ergeben. Mit einem fast identischen Team - neben Regisseur und Hauptdarsteller wirkte hier auch Drehbuchautor Ward Hulselmans mit - dringt auch dieser Film in die finstere Seele eines jeden Belgiers, die sich aus bekannten Gründen mit verschwundenen Kindern besonders schwer tun. Dem TV- und vor allem Krimi-erfahrene Regisseur Frank van Mechelen (er inszenierte auch einige "Aspe"-Folgen) gelang hier erneut ein düsteres Krimi-Stück, das vor allem auch vom starken Spiel der Gegenspieler Koen de Bouw ("Falling Rocks", "Totgemacht - The Alzheimer Case" bzw. "Mörder ohne Erinnerung", "Dunkle Wasser" oder "Science Fiction") und des viel in Deutschland arbeitenden Filip Peeters ("Anna Wunder", "Fünf-Sterne-Kerle inklusive", "Einmal so wie ich will", "Leben wäre schön") lebt.