Nach dem Zweiten Weltkrieg, als der Kalte Krieg mehr und mehr zunahm, machte in den USA vor allem ein Mann gegen jegliche Form von Kommunismus bzw. gegen das, was er selbst darunter verstand, mobil: Senator Joseph Raymond McCarthy. Er rief den "Ausschuss gegen unamerikanische Umtriebe" ins Leben. Seine neue Form der Hexenverfolgung wurde später sogar als "McCarthyismus" bezeichnet. Nur wenige Jahre nach seinen Hexenprozessen fand McCarthy selbst ein unrühmliches Ende. Er starb angeblich mit nur 48 Jahren an den Folgen einer Hepatitis. In Wahrheit hatte er sich zu Tode getrunken.

Dokumentarfilmer Lutz Hachmeister hat sich der Person McCarthy angenommen und mit Archivmaterial (etwa bemerkenswerte TV-Mitschnitte des McCarthy-Komitees), Spielszenen und Zeitzeugeninterviews versucht, das Phänomen zu ergründen. So ist eine interessante Zusammenfassung entstanden, die nicht nur die historische Figur mit all ihren Gegensätzen, sondern auch deren Bedeutung bis in die heutige Zeit zu erklären versucht.

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