Der nordamerikanische Kontinent Anfang der Dreißigerjahre: Die Weltwirtschaftskrise und die Prohibition in den USA bestimmen das Lebensgefühl. Noch dazu hat man sich ein besonders merkwürdigen Wettbewerb ausgedacht, die Wahl zur traurigsten Stadt der Welt, die auf das kanadische Winnipeg fällt. Das bringt die ortsansässige und geschäftstüchtige Bierbrauerin Lady Port-Huntly auf eine ausgefallene Idee: Welches Land, wenn Winnipeg schon die traurigste Stadt der Welt ist, hat denn die traurigste Musik der Welt zu bieten? Neben einer Krone aus gefrorenen Tränen und jeder Menge Bier geht es dabei um 25000 "Depression-Era-Dollars". Schon bald wimmelt es in Winnipeg von Musikern aus aller Herren Länder, die natürlich das Preisgeld abstauben wollen...

Das irrwitzige Kinostück voller absurder Ideen von Guy Maddin ist gleichzeitig eine Hommage an die frühen Schwarzweiß-Tage des Kinos mit seinen Stummfilmen. Getragen wird dies von der unglaublich komisch-tragischen Darstellung Mark McKinneys in der Hauptrolle eines schmierigen und gescheiterten Broadway-Produzenten, der noch einmal an das große Geld will. Ihm gegenüber: die ebenfalls brillant aufspielende Kino-Ikone Isabella Rossellini als Lady Port-Huntley.

Foto: Weltecho