Als im Frühjahr des Jahres 1978 in Bad Tölz die attraktive Verkäuferin Angelika Fritsch an einer Blausäurevergiftung stirbt, steht die örtliche Polizei zunächst vor einem Rästel. Bei ihren Ermittlungen stossen die beiden rivalisierenden Kommissare Walter Degenhardt und Rio Hartmann auf einen geheimen Liebhaber der Toten, der ihnen nicht geheuer erscheint. Allerdings bleibt Lebemann Rio neben den Ermittlungen immer noch Zeit für eine Affäre mit der Zeugin Conny Sageder. Walter ist davon gar nicht begeistert...

2003 veröffentlichten die Autoren Christoph Schnitzer und Maximilian Czysz ihre Sammlung "Mordsgeschichten - Aus Bad Tölz und dem Isarwinkel", in denen sie 30 authentischen Kriminalfällen aus den vergangenen Jahrhunderten nachspürten. Einer der Mordfälle war der sogenannte Tamponmord, der sich 1978 in Bad Tölz ereignete. Das Regie- und Drehbuchduo Markus Kleinhans und Edgar Kraus nahm sich dieses Mordfalls an und realisierte einen wilden Mix aus Kriminal- und Heimatfilm mit starken humoristischen Einfärbungen, der zuweilen an "Der Bulle von Tölz" erinnert. Ausschließlich mit mehr oder weniger gut aufgelegten Laiendarstellern besetzt, drehte das Team vorwiegend an Wochenenden und Feiertagen, natürlich alles im bayerischen Originalton. Für Filmemacher Kraus, der auch die Kamera führte, sollte "Tödliche Verbindungen" die letzte Arbeit bleiben. Der erfahrene Fallschirm- und Base-Jumper verunglückte am 27. Dezember 2006 bei einem Sprung genau an der Stelle, an der er die Schlussszene für die Mordsgeschichten-Verfilmung gedreht hatte.

Foto: Mekk-Movie (Stardust)