Tom Sawyer und Huckleberry Finn, die unzertrennlichen Freunde, leben in St. Petersburg, einem Städtchen am Mississippi. Toms Leben ist bestimmt von ungeliebten Schulbesuchen, Prügeleien, Versuchen, sich die Arbeit, die Tante Polly ihm auferlegt, vom Leibe zu halten und der ersten Verliebtheit in die hübsche Schulkameradin Becky. Bei einer Warzenbeschwörung auf dem Friedhof tauchen plötzlich der alte Sargmacher Potter, Indianer-Joe und der Arzt Dr. Robinson auf, um das Grab des tags zuvor beerdigten Williams zu öffnen. Unter den drei Männern kommt es zu einem Streit, und Indianer-Joe ersticht den Doktor mit Potters Messer und kann dem betrunkenen Potter einreden, er habe den Mord begangen. Die Jungen wagen nichts von dem Mord zu sagen. Das furchtbare Geheimnis und Gewissensbisse plagen Tom. Als Becky Tom abblitzen lässt, sieht er sich gezwungen, die Verbrecherlaufbahn einzuschlagen und fährt nachts mit Huck auf einem Floß zur Jackson-Insel ...

Die Geschichte der beiden Herumtreiber vom Mississippi wurde bereits vielfach verfilmt. 1968 drehte Wolfgang Liebeneiner nach "Die Schatzinsel" erneut einen erfolgreichen Weihnachts-Vierteiler. Als Vorlage für diese farbenprächtige Variante diente wie immer der Abenteuerklassiker des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain (1835-1910). In vier Episoden führt der Film zurück in die Welt Mark Twains, der mit seinen Romanen dem Amerika seiner Jugend ein unvergessliches Denkmal gesetzt hat.

Foto: ZDF/Georg Meyer-Hanno