Den Klang berühren so beschreibt Evelyn Glennie, als Solo-Perkussionistin ein Weltstar der klassischen Musik, das Hören. Nachdem sie in ihrer Kindheit ihr Gehör weitgehend verlor, hat sie gelernt, anders zu hören, den Körper als Resonanzraum zu nutzen, den Klang zu spüren.

Dokumentarfilmer Thomas Riedelsheimer ("Fluss der Zeit") und seine Protagonistin Evelyn Glennie begeben sich auf eine Expedition ins Innere dieser Klangwelten, die alle Sinne fordert. Ausgehend von einer alten Fabrikhalle in Dormagen, wo Evelyn mit Fred Frith ihre erste CD mit improvisierter Musik aufnimmt, unternimmt der Film eine Reise um die Welt, nach Japan, Kalifornien, New York und Schottland. Gemeinsam mit Evelyn Glennie und ihren musikalischen Partnern taucht Riedelshimer in ein faszinierendes Universum, in dem Bilder zu hören und Klänge zu sehen sind. So etwa eine Jam Session mit dem berühmten Drummer Horacio Hernandez auf dem Dach eines Wolkenkratzers in New York, die wilden Trommeln der japanischen Taiko-Gruppe Ondekoza, ein Duett mit der Steptänzerin Roxanne Butterfly, und das faszinierende Zusammenspiel mit Fred Frith.

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