Im Alter von 19 Jahren wird Hilde Knie von einem Hamburger namens Herbert schwanger, der sie sitzen lässt. Vier Jahre später verschwindet auch sie und überlässt ihr Kind seiner fast blinden Großmutter, die kaum redet und nur an ihrer täglichen Bierration interessiert ist. Als Schüler verliebt sich Leo unsterblich in Marilli aus der Nachbarwohnung. Als eine erste romantische Verabredung im Wald mit einer Blamage für ihn endet, traut er sich nicht mehr an Marilli heran. Auch seine Elektrikerlehre endet vorzeitig, weil man seinen Lehrherrn einsperrt. Die Freunde aus dem Haus Mondstraße 46 ziehen nach und nach weg. Nur Biwi, der bei einem Friseur in die Lehre geht, bleibt als Freund übrig. Aber als Leos "Eroberung" Anneliese Dingler mit Biwi anbandelt, ist es auch damit vorbei. Mit 18 lässt sich der seiner selbst überdrüssige Leo von der schmuddeligen Prostituierten Fanny aushalten. Als sie ihm mitteilt, dass sie ein Kind von ihm erwartet, zieht Leo den Schlussstrich. Er schluckt 28 Schlaftabletten und schreibt mit dem Finger an die angelaufene Fensterscheibe: "Und keiner weint mir nach." Marillis Mutter weiß eigentlich nicht so recht, wer der Vater ihrer Tochter ist, sie weiß nur, dass das Mädchen in Tölz gezeugt wurde. Ihr späterer Ehemann, der Dreher Karl Kosemund, adoptiert Marilli. Als knapp 13-Jährige trägt die rothaarige Marilli einen ganz eng gewaschenen Pullover. Die Leute im Haus halten sie für ein "Flitscherl". Immer wenn sie Kohlen aus dem Keller holt, steigt ihr der Witwer Blätsch nach. Als die Hausmeisterin die Polizei alarmiert, wartet Blätsch seine drohende Verhaftung nicht ab. Er erhängt sich in seiner Wohnung. Marillis Freundin Hanni Brunner hat sich von dem 48 Jahre alten Spengler Johann Müller entjungfern lassen.

1996 verfilmte Joseph Vilsmaier den 1953 erschienenen, von Bert Brecht gelobten Kultroman des legendären Münchner Kolumnisten Sigi Sommer "Und keiner weint mir nach".