Ein Reigen von Liebesirrungen und –wirrungen, dessen Beteiligte sich zufällig begegnen: Eine verheiratete Polizistin lässt sich mit einem Teenager ein, ihr Mann erwischt eine junge Türkin beim Ladendiebstahl und erpresst sie dazu, für seine Fotos als Aktmodell herzuhalten, die Türkin will sich unbedingt von einem Musiker entjungfern lassen und stellt diesem nach. Derweil will die Freundin des Musikers unbedingt ein Kind, aber nicht vom Freund, sondern vom Geliebten, der wiederum Politiker ist. Außerdem gibt es da noch eine koreanische Prostituierte, einen Busfahrer und ein Unfallopfer...

Regisseur Andreas Morell wollte es wohl Max Ophüls und dessen brillanter Schnitzler-Umsetzung von "Der Reigen" gleich tun. Doch im Gegensatz zu dem Klassiker überzeugt dieser Episodenfilm keinesfalls. Alles bleibt an der Oberfläche, ist zu sehr auf Form bedacht, erzählt zu wenig Geschichte, um den Zuschauer wirklich zu packen. Einige Darstellerleistungen sind durchaus bemerkenswert, retten das überzogene Stil-Konstrukt mit dem stets melancholischen Grundton letztendlich aber nicht.

Foto: Stardust (24 Bilder)