Bangor im US-Bundesstaat Maine, der sich auch gern "vacationland" nennt: Hier lebt in den Achtzigerjahren der junge Joe. Er will unbedingt weg, weg aus der provinziellen Einöde, weg vom Kleinstadtmief. Zumal sein großer Schwarm Andrew sich lieber mit Cheerleadern vergnügt. Joe ahnt nicht, dass auch Andrew schwul ist und in ihn verknallt ist. Also arbeitet er mit allen Mitteln daran, endlich seine Heimatstadt verlassen zu können...

Ein Drama mit starkem autobiographischen Einschlag des in New York lebenden Filmemachers Todd Verow, der sich in seinen Filmen oft mit der eigenen Sexualität und ihrer Diskriminierung durch Politik und Gesellschaft auseinandersetzt. In Bangor geboren und aufgewachsen, erlebte Verow das Netz aus Doppelmoral, Missbrauch und kleinstädtischer Verlogenheit am eigenen Leib und Seele. Verows unabhängige Produktion ist – wie bei ihm üblich – authentisch und kompromisslos, sexy und - dank seiner beiden gut agierenden Darsteller und seines stimmigen Soundtracks – eine aufmerksam beobachtete Geschichte aus der trostlosen Provinz geworden.

Foto: Salzgeber