Ameisen gehen andere Wege

KINOSTART: 26.10.2011 • Jugenddrama • Deutschland (2011) • 93 MINUTEN
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Originaltitel
Ameisen gehen andere Wege
Produktionsdatum
2011
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
93 Minuten
Der 17jährige Richard hat sich freiwillig ins Jugendheim "Hahnhof" eingewiesen. Um nach dem Selbstmord des Vaters nicht zur Mutter zu müssen und in Ruhe sein Abi zu machen. Richard ist einer, der sich raus hält, Berührung vermeidet; wohl fühlt er sich nur in der virtuellen Welt des Internet. Doch diese Möglichkeit des Rückzugs wird ihm im Heim genommen. Es ist eine skurrile Ansammlung von Leuten, auf die Richard auf dem "Hahnhof" trifft. Die Jugendlichen dort haben früh ihre Verwundungen abgekriegt, aber trotzdem - oder gerade deswegen - haben sie ihre Sehnsüchte, führen ihren eigenen Kampf ums Glück. Mit viel Humor und Fantasie. Richard will mit all dem nichts zu tun haben. Wenn da nicht sie wäre: Kyra (16). Kyra ist eine Außenseiterin wie Richard und doch ganz anders. Zwar gibt sie wie er nichts von sich preis. Und doch ist sie offen, direkt, spontan und handelt nach ihren Gefühlen - die oft widersprüchlicher nicht sein könnten. Ohne jede Scheu geht Kyra von Anfang an auf Richard zu, mischt sich ein, durchbricht seine Barrikaden. Richard wehrt sich und gerät doch immer mehr in Kyras Bann. Er, der Angst hat vor Nähe, verliebt sich in dieses Mädchen. Das vor allem eins will: weg, weit weg. Kyra will frei sein, frei wohl vor allem von ihrer Vergangenheit. Und dann holt die Vergangenheit sie ein: Leni kommt ins Heim, die frühere Spielgefährtin aus der Nachbarschaft. Ein tief verletztes Mädchen, das Kyra unter ihre Fittiche nimmt und das sie letztlich doch nicht schützen kann. Genauso wenig wie sie damals ihre Mutter schützen konnte, die tot ist, umgebracht von ihrem Vater, so sieht es jedenfalls Kyra. Als die Tragödie mit Leni passiert, ist Richard Kyras Halt. Und er wird ihr Helfer. Gemeinsam machen sie sich auf zu Kyras Vater. Mit ihm hat Kyra noch eine Rechnung offen. Die Begegnung verläuft dramatisch und doch anders als von Kyra geplant. Am Ende? Kyra hat es geschafft zu gehen. Richard ist keine männliche Jungfrau mehr und im wirklichen Leben angekommen. Er hat sich eingemischt, ist tätig geworden. Und er hat zum ersten Mal Liebe erlebt. Vielleicht sogar seine große Liebe. Für Regisseurin Catharina Deus ist der Film nach "Die Boxerin" (2007) die zweite Zusammenarbeit mit dem Kleinen Fernsehspiel.
Darsteller
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Sven Pippig
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