Die dreizehnjährige Charo führt ein ganz normales Teenagerleben in Berlin: Sie geht zur Schule und vertreibt sich die Nachmittage mit ihrer Freundin Laura. Neuerdings interessiert sie sich auch für das andere Geschlecht. Doch Charo hat ein Geheimnis, das sie mit niemanden zu teilen wagt. Sie ist zwar in Deutschland aufgewachsen, doch die junge Kolumbianerin hat keine gültige Aufenthaltserlaubnis. Als ihre Mutter verhaftet wird und zusammen mit ihrer Tochter abgeschoben werden soll, entschließt sich Charo, ihrer Freundin Laura endlich reinen Wein einzuschenken. Ihr Plan: Sie will in Deutschland bleiben ...

Der auch als Prodizent bekannte Regisseur Frieder Schlaich ("Diese Nacht", "Parabeton - Pier Luigi Nervi und römischer Beton") erzählt in diesem Mix aus Drama und Coming-of-Age-Geschichte eine Story, die so oder ähnlich überall in Deutschland stattfinden könnte, denn immer wieder laufen illegal Eingewanderte Gefahr, abgeschoben zu werden, obwohl sie seit Jahren integriert in Deutschland leben, "Weil ich schöner bin" - Claudia Schaefer schrieb das Drehbuch nach einer wahren Begebenheit - wirkt zwar manchmal etwas hölzern inszeniert und auch die Dialoge sind nicht immer überzeugend, doch dafür gefällt die junge Deutsch-Venezolanerin Mariangel Böhnke in ihrer ersten Kinorolle überhaupt. Gelungen sind auch die atmosphärisch dichten Großstadt-Bilder von Kameramann Benedict Neuenfels ("Die fremde Familie", "Homevideo").

Foto: Filmgalerie 451