Frankreich vor der Revolution: Die adlige Witwe Marquise de Merteuil überredet aus Rachsucht den Vicomte de Valmont dazu, eine Jungfrau zu verführen, und bietet sich selbst dafür als Lohn an. Die beiden verschwören sich gegen die Pariser Gesellschaft und sorgen mit Intrigen dafür, dass die brüchige Fassade von Moral und Anstand zerbröselt.

Die Vorlage zum Drehbuch für "Valmont" beruht auf Choderlos de Laclos' berühmtem Briefroman "Les Liaisons Dangereuses" aus dem Jahr 1782, der der korrupten, intriganten und selbstzerstörerischen Pariser Aristokratie den Spiegel vorhielt. Bevor Milos Forman sich des Stoffes annahm, gab es schon zwei Verfilmungen des Romans: Roger Vadim verlegte in "Gefährliche Liebschaften" (1959) die Handlung in die 50er Jahre dieses Jahrhunderts. Gérard Philipe und Jeanne Moreau spielten die Intriganten, der damals noch junge Jean-Louis Trintignant spielte eine Nebenrolle. Stephen Frears hatte für seine Verfilmung im Jahr 1988 eine absolute Topbesetzung zur Verfügung: Glenn Close, John Malkovich, Michelle Pfeiffer, Keanu Reeves und Uma Thurman standen für ihn vor der Kamera. Neben dem letztgenannten Werk wirkt Formans Adaption lediglich wie ein langweiliger Kostümfilm.

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