Die 49-jährige Elsa geht in ihrem Job als Bewährungshelferin voll auf. Allerdings erhält ihr Lebensalltag mit Partner Raimar und gemeinsamer Tochter Daniela erste Risse, als Daniela auszieht. Denn nun wird Elsa klar, dass sie eigentlich ein Leben führt, dass ausschließlich auf Kompromisse fußt. Ausgerechnet jetzt muss sie sich um den 16-jährigen Jan kümmern, der sie derart aus der Reserve lockt, dass sich Elsa schließlich auf eine sexuelle Beziehung mit ihm einlässt. Kein Wunder, dass ihr Leben dadurch mehr und mehr aus den Fugen gerät...

Regisseurin Angelina Maccarone ("Fremde Haut") erzählt erneut etwas umständlich aus dem Leben zweier gesellschaftlicher Außenseiter, die ihr Heil schließlich in ein rein sexuellen Beziehung suchen. Erinnerungen an "Der letzte Tango in Paris" werden wach. Wobei dessen Intensität nicht im Mindesten erreicht wird. Was bleibt: ein zeitweise eindringliches Porträt zweier Verlorener. Interessant: Hauptdarsteller Kostja Ullmann spielte schon in "Alphabet der Liebe" einen Jugendlichen, der eine wesentlich ältere Frau liebt.

Foto: MMM (24 Bilder)/Bernd Meiners