In unmittelbarer Nähe des barocken Schlosses Versailles leben die seltsamsten Gestalten versteckt in den Wäldern. Unter ihnen: Der junge Damien, der in einer Einsiedlerhütte haust. Als eines Tages die obdachlose Nina samt fünfjährigen Sohn in der unwirtlichen Umgebung auftaucht, freundet sich Damien mit ihr an. Nach einer gemeinsamen Nacht bleibt Nina am nächsten Morgen verschwunden, hat aber ihr Kind bei Damien zurückgelassen. Allmählich entsteht zwischen Damien und dem Kind eine vertraute Zweisamkeit. Allerdings will Damien dem Aussteigerleben den Rücken kehren ...

Das Kino-Debüt von Regisseur Pierre Schoeller ist gleichzeitig einer der letzten Filme des viel zu jung verstorbenen Mimen Guillaume Depardieu, der hier eindrucksvoll den kantigen Aussteiger und Einzelgänger gibt, der schließlich als Ersatzvater zu Menschlichkeit zurückfindet. Schoeller erzählt ein packendes Drama, das trotz einiger Längen offenbart, dass die Parolen die Französischen Revolution "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" heute keinerlei Beachtung finden und allenfalls nur marktstrategisch von kommerziellem Interesse ist.

Foto: Kairos