Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs entschließen sich zwei Londoner Frauen dazu, für vier Wochen ein altes Castillo an der italienischen Mittelmeerküste zu mieten, um einmal ihrem Alltagstrott ohne ihre Männer zu entrinnen. Als sie feststellen, dass es für sie alleine zu teuer ist, suchen sie per Zeitungsannonce zwei weitere Damen. Die nun vier grundverschiedenen Frauen treffen in Italien aufeinander und fortan beginnt ein "verzauberter April". Jenseits des trüben Londoner Alltags befinden sich die Frauen an einem Ort, dessen magische Kräfte innere Zufriedenheit verbreiten, Vorurteile vergessen lassen und schließlich sogar die ungeliebten Ehemänner wieder liebenswert machen. Sonne und Natur im Überfluß wecken wieder Gefühle, die längst verschollen geglaubt waren...

Mike Newell ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall") inszenierte nach einem Roman von Elizabeth Von Arnim ein recht kitschiges, aber trotzdem unterhaltsames Zeitkolorit. Denn ein witziges Drehbuch mit ideenreichen Dialogen, ein ausgewähltes Dekor und ein sehr gut agierender Darstellerstab zaubern aus dem romantischen Geplänkel für den einen vergnügliche eineinhalb Stunden und für den anderen gepflegte Langeweile. Mitunter erinnert das Werk an Ivorys "Zimmer mit Aussicht" (wen wundert's, wenn man weiß, daß Frau von Arnim Kontakte zu "Zimmer mit Aussicht"-Autor E.M. Forster pflegte). In den USA sorgte die britische Produktion für einen Überraschungserfolg und wurde gleich mehrfach für Golden Globes und Oscars nominiert.