Die aus einfachen Verhältnissen stammende Violeta Parra fühlt sich schon früh zu der traditionellen Musik ihres Heimatlandes Chile hingezogen. Bald zieht sie von Dorf zu Dorf, um die Weisen der einfachen Menschen aufzuschreiben und neu zu interpretieren. Daneben arbeitet die engagierte junge Frau als Schriftstellerin, Sammlerin, Malerin und Bildhauerin, und auch Töpfern und Sticken gehören zu ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten. Doch erst eine Kunstausstellung fernab der Heimat im Pariser Louvre macht die Kämpferin für ein selbstbestimmtes Leben weltbekannt ...

Der chilenische Regisseur Andrés Wood erzählt in seinem berührenden Drama die Geschichte seiner berühmten Landsfrau Violeta Parra (1917-1967), die wie keine andere Künstlerin ihrer Generation den "Nueva Canción Chilena" prägte. Weltbekannt ist ihre Hymne ans Leben, "Gracias a la vida", die von Musikern aus aller Welt neu interpretiert wurde. In der Hauptrolle der kämpferischen, aber immer wieder auch zweifelnden Powerfrau, die ihrer Zeit weit voraus war, sich aber im Alter von 50 Jahren vermutlich aus Liebeskummer und einem finanziellen Engpass das Leben nahm, glänzt die aus Santiago stammende Charakterdarstellerin Francisca Gavilán. Wood arbeitete in "Violeta Parra" übrigens erneut mit seinem Autorenteam zusammen, mit dem er schon die Vorlage für sein vielfach preisgekröntes Drama "Machuca, mein Freund" (2004) verfasst hatte.

Foto: Arsenal