Irgendwo im tiefsten Südosten der Türkei, man schreibt das Jahr 1980: Das Leben ist von heftigen politischen Auseinandersetzungen geprägt, der Staat befindet sich im Umbruch. Nur in Hakkari scheint Ruhe zu herrschen, in dem Kaff gibt es keine Rechtsradikalen. Statt dessen gibt es zwei Vereine: DEKD und DFKD, von denen man nicht genau weiss, in welchem Punkt sie sich nicht verstehen. Eines tages erreichen drei staubige Gestalten das Dorf: Güner Sernikli ist ein Staatsdiener, der in diese ferne Stadt verbannt wurde. Er kommt mit seiner Frau Aysel und seiner an den Rollstuhl gefesselten Tochter Tuuba, eine Schönheit, wie sie im Buche steht. Der irre Trottel Emin ist sofort begeistert von den Neuankömmlingen...

2001 stellte der 1967 geborene Regisseur und Autor Yilmaz Erdogan mit "Vizontele" sein viel beachtetes und in der Türkei äußerst erfolgreiches Regiedebüt vor. 2004 folgte mit "Vizontele Tuuba - Vizontele 2" die Fortsetzung, in der der Regisseur auch in der Rolle des "irren Emin" zu sehen ist. Wie bereits im Vorgänger spielt die liebenswerte Tragikomödie auch diesmal wieder in Erdogans Geburtsstadt Hakkari.

Foto: Maxximum