Nichts hält den jungen Jérôme mehr auf dem Land, denn der Bauernhof seiner Eltern steht kurz vor dem Ruin. Also beschliesst er, sein Glück in Paris zu suchen. Und tatsächlich findet er dort schon bald einen Job: Er schmückt die überall aufgestellten Tannenbäume mit Lichterketten. Sein nächster Auftrag ist allerdings problematischer. Jérôme soll im Auftrag der Stadtverwaltung die zahlreichen Obdachlosen einsammeln und auf dem Land aussetzen. Dabei hatte sich Jérome gerade privat mit einem Obdachlosen, dem stolzen und exzentrischen La Chignole, angefreundet. Und da ist auch noch die attraktive Journalistin Marthe, die die Politik der Stadtverwaltung an den Pranger stellen will...

Bereits 1999 drehte Langfilm-Regiedebütant Eric Guirado seinen Kurzfilm "Un petit air de fête" um einen jungen Mann (auch seinerzeit von Benoît Giros verkörpert), der in die große Stadt geht, um sein karges Gehalt auf dem Lande aufzubessern. 2003 griff Guirado dieses Thema erneut auf und verarbeitete es zu seinem ersten abendfüllenden Film. Mit wunderbaren Bildern des nächtlichen Paris und zum Teil schnellen Schnitten inzenierte er mit "Vom Himmel hoch" einen etwas anderen Weihnachtsfilm, der nicht nur die Schwierigkeiten des jungen Jérôme mit Familie und Job thematisiert, sondern auch die Not der Obdachlosen und die oft fehlende Solidarität der Gesellschaft. Besonders gut: Benoît Giros ("Feindliche Waffenbrüder") als Jérôme und Serge Riaboukine ("Der Killer und das Mädchen", "Café in Flammen") als La Chignole.

Foto: Kairos