Spätestens seit er sich 1996 öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, gilt der britische Allround-Künstler Stephen Fry als enfant terrible der Insel. Hier hat er sich auf die Spuren Richard Wagners begeben, um ein ganz persönliches Bild des Komponisten, aber auch von Bayreuth und den dortigen Wagner-Festspielen mit Blick hinter die gigantischen Kulissen abzuliefern.

Für Freunde des britischen Humors bietet Fry in Zusammenarbeit mit dem Dokumentarfilmer Patrick McGrady viele witzige Einblicke eines Selbsterfahrungstrips durch Deutschland. Fry frönt frei und fröhlich seiner Vorliebe für Wagner, obwohl der bekennender Antisemit war und durch Frys Adern auch jüdisches Blut fließt. Ein spannender wie spaßiger Exkurs über Fry, Wagner, Musik, deren Rezeption und Probleme des Erinnerns.

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