Weil ihn seine Mutter darum gebeten hat, kommt Marko mit seinem Sohn übers Wochenende zu seinen Eltern. Doch seine Hoffnung, ein ruhiges Wochenende – fernab des Berliner Großstadtlebens und seines momentanen Beziehungsstress’ – im Kreis der Familie zu verbringen, wird enttäuscht. Denn schon bald erkennt Marko, dass sein Bruder in finanzielle Schieflage geraten ist. Als dann auch noch die manisch-depressive Mutter erklärt, dass sie schon seit einiger Zeit ihre Medikamente abgesetzt ha, ist Chaos programmiert. Tatsächlich verschwindet die Mutter am folgenden Tag ...

Regisseur Hans-Christian Schmid arbeitet hier zum dritten Mal mit Drehbuchautor Bernd Lange zusammen. Die beiden vorherigen gemeinsamen Filme "Requiem" und "Sturm" konnten zwar mehrfach Preise gewinnen, überzeugten filmisch jedoch nicht. Dies gilt auch für die erneute Zusammenarbeit. Mit weitestgehend stark aufspielenden Darsteller wirken auch hier wieder einige Momente recht holprig. Denn wenn es interessant wird, wird geschnitten, und bei unwichtigen Szenen wird minutenlang draufgehalten. Was bleibt: ambivalente Figuren in einer nicht durchweg stimmigen Geschichte.