Ein gut erzogenes Mädchen aus West-Berlin träumt neben Partys auch von einem Schüleraustausch in die USA. Zur Beerdigung ihrer Oma reist sie allerdings erst einmal in die DDR. Dort lernt sie den Punk Capt'n kennen und verliebt sich in ihn. Der pendelt ständig zwischen Verhören bei der Stasi und der Suche nach Spass und Freiheit hin und her, und sie hat keine Ahnung von Kommunismus, Kapitalismus und Imperialismus. Wie kann das enden?

Dies hätte ein großer Film werden können! Die Lebensbedingungen von Punks in der ehemaligen DDR werden hier zwar sehr gut angeschnitten, hätten aber durchaus um einiges ausgebaut werden können. Die im Vordergrund stehende Liebesgeschichte schadet dem Film erheblich. Hätte man den ganzen RTL-TV-Roman-Kitsch beim Schneiden in den Müll wandern lassen, wäre wohl ein ausgezeichneter Film über Sub-Kulturen unter Hammer und Sichel entstanden. Für Freunde des Punk ist der Film dennoch zu empfehlen, da bei einigen Szenen das Rocker-Herz höher schlägt (etwa Crass und DK). Leider versetzt das unpassende Happy End dem Film den endgültigen Todesstoß.

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