June liebt es, in ihrer Seifenkiste rasant durch die Straßen zu brettern.
Der Animationsfilm "Willkommen im Wunder Park" punktet mit spektakulären Action-Einfällen, extra viel Humor und einer Botschaft, die Eltern wie junge Zuschauer überzeugen dürfte: Von seinen Sorgen und Ängsten sollte man sich nicht unterkriegen lassen.

Willkommen im Wunder Park

KINOSTART: 11.04.2019 • Animation • USA (2018) • 86 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Wonder Park
Produktionsdatum
2018
Produktionsland
USA
Laufzeit
86 Minuten

Filmkritik

Wilde Achterbahnfahrt der Fantasie
Von Rupert Sommer

Nicht ganz ein Meisterwerk wie "Alles steht Kopf" oder "Zoomania", aber ein berührender Animationsspaß für die ganze Familie: "Willkommen im Wunder Park" erzählt von einem jungen Mädchen, das sich im Abenteuerland ihrer Gefühle verliert – und dann zur echten Heldin wird.

Die kleine June mit dem großen Klimperdeckelaugen ist ein Wildfang, wie ihn Helikopter-Eltern fürchten und ihn Pädagogen lieben, die um Geschlechter-Gerechtigkeit im Kinderstuben-Alter bemüht sind. Wenn das abenteuerlustige, mit einer überbordenden Fantasie gesegnete junge Mädchen sich ein Spielvergnügen ausdenkt, sind blaue Flecken, Kratzer und vom Fahrtwind zerzaustes Haar unvermeidlich. June liebt es, sich ziemlich abgefahrene Freizeitbeschäftigungen auszudenken. Und so zimmert sie im wunderbaren Animationsfilm "Willkommen im Wunder Park" schnell mal eine Rampe im Garten, über die sich ein halsbrecherisches Seifenkisten-Rennen durch die Nachbarschaft starten lässt.

Normalerweise nicht von Junes Seite wegzudenken ist ihre liebevolle Mutter, die ihr unternehmungslustiges Mädchen in der Ausgestaltung seiner Träume unterstützt. Beide verbindet ein Fantasieprojekt, der Plan für einen imaginären Freizeitpark mit ziemlich verrückten Attraktionen, der in ihren Gute-Nacht-Erzählungen ausgestaltet und tagsüber als Modell nachgebastelt wird. Doch dann greift dunkle Tragik ins unbeschwerte Kleinfamilienglück ein: Junes Mutter muss ihre Familie wegen einer bedrohlichen Krankheit verlassen. Obwohl sich der Vater redlich bemüht, sind Junes unbeschwerte Tage gezählt.

Auf einem Streifzug durch einen abgelegenen Wald – auf der Fahrt ins vom Vater ausgewählte Sommer-Camp ist das Mädchen mit dem starken Willen kurzfristig ausgebüchst – gerät June in eine verwunschene Welt. Es ist, wie sich schnell herausstellt, der titelgebende "Wunder Park", den sie sich zusammen mit ihrer Mutter in ihren Erzählungen ausgedacht hat. Nur dass Plan, Abmessungen und Ausgestaltungen der im Dornröschenschlaf dahindämmernden Freizeitanlage nun ganz "real" sind.

Mehr noch: Der Park, in dem June rasch auf die sprechenden Tiere trifft, die sie sich selbst einst mit ihrer Mutter ausgedacht hat, ist akut gefährdet. Wie ihr ein pfiffiges Stachelschwein, zwei Biber, ein tollpatschiger blauer Bär und ein Hausschwein erzählen, hat sich der einst so heitere Charakter der Kinder-Vergnügungsstätte jäh verändert. Eine Invasion von marodierenden Plüsch-Äffchen möchte den Park zerstören. Über ihm schwebt eine bedrohliche dunkle Wolke, die wie ein Zerstörungsmagnet wirkt. Erst als June die Symbolik durchschaut, gewinnt sie ihr altes Selbstbewusstsein wieder – und nimmt den Kampf um den Wunder-Park auf.

"Willkommen im Wunder Park" ist eine sehr berührende Selbstbehauptungsgeschichte, die von der Macht der Fantasie erzählt und vom Willen, sich von Ängsten nicht unterkriegen zu lassen. Um das Geschehen für das junge Publikum nicht zu düster zu gestalten, punktet die rasant animierte Geschichte mit atemberaubenden Action-Einlagen, darunter viele wirklich spektakuläre Achterbahnfahrten im Freizeitpark. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, wenn Popstar Lena Meyer-Landrut als Sprecherin der Titelrolle und Faisal Kawusi als träger Bär so richtig loslegen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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