Hund Bitzer und Shaun kämpfen gemeinsam für das Alien-Mädchen.
Intergalaktischer Humor wartet in Shauns neuem Kinoabenteuer.

Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm

KINOSTART: 26.09.2019 • Animation • GB (2019) • 87 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Shaun the Sheep Movie: Farmageddon
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
GB
Laufzeit
87 Minuten

Filmkritik

Farmageddon auf dem Bauernhof
Von Diemuth Schmidt

Mit "Shaun das Schaf – Der Film: Ufo-Alarm" erobert der tierische Held erneut die Leinwand. Diesmal bekommt er es mit einer ihm ebenbürtigen Außerirdischen zu tun. 

Musste Shaun, das Schaf, in seinem ersten Kinoabenteuer noch unfreiwillig den Bauernhof verlassen, bekommt er jetzt mit Lu-La den Auslöser für jede Menge Aufregung und Gags direkt nach Hause geliefert. Dem putzigen, lilafarbenen Alien-Mädchen mit den Schlappohren gehört sofort die Sympathie des kleinen Publikums. Mit ihrer Verspieltheit, Neugier und Lebhaftigkeit passt sie perfekt zu Shaun. Ihre außerirdischen, erstaunlichen Kräfte bieten neue Möglichkeiten, die Farm aufzumischen und Hund Bitzer auf die Palme zu bringen. Schwierigkeiten mit der Verständigung gibt es zwischen den beiden keine, denn die Familienkomödie bleibt wie immer fast dialogfrei.

Auch wenn der Aufenthalt auf der Erde Lu-La jede Menge Spaß bereitet, will sie doch zurück zu ihren Eltern. Schließlich trat sie ihren Trip durch die Galaxie nicht freiwillig an. Der abenteuerlustige Shaun übernimmt gerne die Mission. Er ist entschlossen, die Kleine wieder nach Hause zu bringen, bevor die besorgten Eltern auf die Erde kommen. Dafür müssen die beiden zunächst das leicht beschädigte Ufo wieder in Gang bringen und dürfen sich dabei nicht von der finsteren Geheimdiensttruppe, die bereits auf dem Gelände der Mossy Bottom Farm herumschnüffelt, erwischen lassen. "Agent Red", eine streng wirkende Frau, führt die anonyme Truppe der in Gelb gekleideten Helfer. Doch auch wenn bei ihrer Jagd nach Lu-La gegen Ende ordentlich Spannung bei einer Verfolgungsjagd entsteht, wird das Bedrohliche der Figur familientauglich gebrochen.

Shauns zweites Kinoabenteuer ist einfacher gestrickt als sein erster Auftritt auf der Kinoleinwand von 2015, bei dem mehr Emotionen rund um Shaun und die Schafherde erzeugt wurden. "Ufo-Alarm" setzt von der ersten Begegnung mit Lu-La an auf ein rasantes Erzähltempo und viel Slapstick-Humor. Und das überzeugt. In einer lustigen Szene im Supermarkt führt die gierige Lu-La am offenen Bonbonregal vor, welche fatalen Folgen exzessiver Zuckergenuss haben kann. Das sind Momente, in denen die Eltern heimlich frohlocken und sich die kleinen Zuschauer vor Lachen kringeln. Obendrauf wird noch ein Geheimnis gelüftet: wie Kornkreise wirklich entstehen.

Der meist tölpelhafte Bauer wittert seine Chance, die einsetzende UFO-Begeisterung der Menschen für sich zu nutzen. Er baut mithilfe seiner Schafe, die als Nebendarsteller bis dahin nicht so häufig zum Zug kamen, das "Farmageddon", eine Art Vergnügungspark rund um die Alien-Suche. Dieser steckt voll witziger Ideen und übernimmt im Finale eine wichtige Rolle. Interessant für Fans erweist sich die Entwicklung zwischen Shaun und Hund Bitzer. Anfangs pflegen sie noch ein ähnliches Verhältnis wie "Tom und Jerry". Bitzer liebt es dabei, Verbotsschilder für die anderen aufzustellen. Kommt die Bedrohung jedoch von außen können sie auch zur Freude der Kinder als Verbündete agieren und sind doppelt stark.

Die Story lässt schon erahnen, dass sich das kreative Team mit dem "Shaun"-erfahrenen Drehbuchautor Mark Burton (Regie "Shaun das Schaf – der Film") und den Regieneulingen Richard Phelan und Will Becher von vielen Sci-Fi-Klassikern inspirieren ließ. Inhaltliche und auch musikalische Anspielungen gibt es auf E.T., Star Wars, 2001: Odyssee im Weltraum, Men in Black und viele mehr. Erwachsene Genrefans freut's.

Die Kinder begeistern sich vor allem für die schön erzählte Freundschaftsgeschichte zwischen Shaun und Lu-La, genießen die liebevoll ausgearbeiteten Knet-Animation und die Gags, die hier in Warp-Geschwindigkeit aufeinander folgen.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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