Die beiden Brüder Rudi und Moritz erben ein Haus irgendwo im Osten Deutschlands. Mit Moritz' klapprigem Lkw machen sie sich auf den Weg, doch dummerweise können beide nicht lesen - nicht 'mal die Straßenschilder. Unterwegs gesellt sich noch ein flüchtiger russischer Soldat zu ihnen, doch der kennt nur kyrillische Schriftzeichen. Die Fahrt wird zur Odyssee. Als das Trio schließlich von einer marodierenden Bande überfallen wird, ist ihnen die Kalashnikov des Russen bei diesem Problem behilflich. Allerdings werden sie nun von der Polizei als Terroristen verfolgt ...

Nach seiner Flachland-Komödie "Karniggels" (1991), die zum Geheimtipp wurde, war diese skurrile Komödie mit starken Anleihen beim Western der erste große Kassenerfolg für Detlev Buck. Gleichzeitig erlebte Joachim Król, der später auch in "Der bewegte Mann" großen Eindruck hinterließ, mit der Rolle des gleichermaßen tumben wie gewitzten Rudi seinen Durchbruch. Detlev Bucks Humor ist - wie (fast) immer - von Understatement geprägt. Lachen entsteht hier durch Aussparung der direkten Aktion, aus permanentem Herunterspielen der absurdesten Ereignisse. Auch in diesem Punkt orientiert sich Buck an Vorbildern aus dem Western-Genre (etwa Howard Hawks).

Foto: NDR/WDR/Delphi-Filmverleih