Die 35-jährige Literaturdozentin Julia kann sich innerlich nicht von ihrer großen Liebe Antonia lösen, die sie verlassen hat. Schließlich nimmt sich ihr Freund, der schwule Schauspieler Hugo, der Trauernden an. Doch alle seine Bemühungen, Julia aufzumuntern, sind zum Scheitern verurteilt. Erst als Julia mit Hugo und Lisa, einer weiteren Freundin, in einen kleinen Küstenort zieht, scheint sich das Schicksal nach zu wenden, als die Malerin Helena die drei besucht ...

Die brasilianische Regisseurin Malu di Martino konzentriert sich in ihrem eintönigen, Symbol-schwangeren Drama um unerwiderte Liebe und Seelenqual fast ganz auf das (Selbst-)Mitleid ihrer auch noch unsympathischen Protagonistin Julia, die von der in Brasilien bekannten TV-Darstellerin Malu di Martino verkörpert wird. In dem Leben von Julia ist kein Platz für das viel schwerere Leid ihrer WG-Partner, sie reflektiert nicht, schwelgt (oft in Rückblenden) in von Tränen umsäumten Erinnerungen, und ist fast die gesamte Zeit lediglich mit sich selbst beschäftigt. Wer's mag!

Foto: Pro-Fun