Stockholm, 1975: Elisabeth, um die 30, Mutter zweier Kinder, flüchtet vor ihrem prügelnden Ehemann Rolf zu ihrem jüngeren Bruder Göran. Der lebt in einem etwas heruntergekommenen Haus am Rande der Stadt, wo er mit Freunden die Kommune "Zusammen" gegründet hat. Zu der schrägen Gruppe gehört auch Görans Freundin Lena, die mit ihrem Partner eine "offene Beziehung" vereinbart hat, und wenig später bereits mit dem Mitbewohner Erik im Bett liegt. Erik träumt von der marxistischen Revolution und jobbt in einer Fabrik, um dem Proletariat näher zu sein. Dann gibt es da noch Lasse, einen sarkastischen Null-Bock-Typen, und dessen Ex-Frau Anna, die ihn verlassen hat, als sie beschloss, lesbisch zu werden. Lasse wiederum wird von dem schwulen Klas angehimmelt, dessen größter Traum es ist, Hausfrau zu werden. Durch den Einzug der kleinbürgerlichen Elisabeth treffen in der Kommune zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten ...

Mit "Zusammen!" hat Lukas Moodysson ("Lilja 4-Ever", "Raus aus Åmål") eine charmante Komödie über Liebe, Lust und Frust in einer schwedischen Hippie-Kommune gedreht. In dokumentarischem Stil inszeniert Moodysson seine Geschichte mit Witz und Ironie, aber ohne Herablassung, als Liebeserklärung an eine Zeit, als die Haare lang, die politische Gesinnung links und die Liebe frei waren. "Zusammen!", einer der Überraschungserfolge des Kinojahres 2001, wurde auf zahlreichen Festivals, unter anderem in Paris, Philadelphia und Stockholm, mit Preisen ausgezeichnet.

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