Ein junges Mädchen wird auf dem Dach eines Hochhauses von einer Gruppe krimineller Jugendlicher vergewaltigt. Ein scheinbar machtloser junger Mann beobachtet das grausame Geschehen aus der Distanz heraus. Am nächsten Morgen findet sich das Mädchen, noch immer lebendig, an der gleichen Stelle des Häuserdaches sowie an der Seite des jungen Mannes wieder. Sie sind allein und schließen Freundschaft. So kommt es, dass die Vergewaltigte und der Voyeur viele Gemeinsamkeiten entdecken ...

Der japanische Underground-Regisseur Kôji Wakamatsu drehte dieses äußerst radikale und verstörende Gesellschaftsdrama,in dem er die damaligen Probleme einer ganzen Generation japanischer Jugendlicher und Heranwachsender aufgriff, die von Angst, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung geprägt ist. Zwischen Melancholie und Halluzination, zwischen Blues, Free Jazz und psychedelischer Rockmusik zeigt Wakamatsu Bilder brutale Gewalt- und Sexorgien, aber auch die Annäherung zweier verlorener Seelen. Wakamatsu gilt als einer der herausragenden Vertreter des so genannten "Pink Cinema", das sozialkritische Themen unter der Zuhilfenahme von Sex und Gewalt auszudrücken suchte. Allerdings ist Wakamatsus dastisches Werk sicher nicht jedermanns Geschmack!

Foto: arte F