Debbie ist vor ihrem gewalttätigen Ehemann ins nordenglische Bradford geflüchtet. Nun lebt sie mit ihren drei Kindern in einem Viertel, das vorwiegend von Muslimen bewohnt wird. Schon bald bemerkt Debbies Tochter Leah, die aus Mangel an christlichen Kindern in der Schule auch Koran-Unterricht erhält, dass die Vorurteile gegen die fremde Religion eigentlich nicht zutreffen. Schon bald beschäftigt sie sich intensiver mit dem Koran. Doch als ihr Vater die Familie ausfindig macht und von ihrer Mutter wieder aufgenommen wird, wird die Lage für Leah immer schwieriger ...

Regisseurin Hettie McDonald inszenierte nach dem Drehbuch von Abi Morgan ("Tsunami - Die Killerwelle", "Sex Traffic") diesen packenden Mix aus Gesellschaftsdrama und Sozialstudie um ein junges Mädchen aus der englischen Arbeiterklasse, das durch den Islam neue Lebensperspektiven entdeckt. Fernab jeglicher Schwarzweiß-Malerei und ohne erhobenen Zeigefinger zeigt McDonald sehr realistisch das einfache Leben von Leahs Familie und die Schwierigkeiten, die die Neuorientierung der Tochter, die von Holly Kenny übereugend verkörpert wird, mit sich bringen.

Foto: WDR/Tiger Aspect