Mit dem zunehmenden Bewusstsein der westlichen Bevölkerung für ökologische und nachhaltige Landwirtschaft hat sich auch in der Filmbranche ein eigenes Subgenre herausgebildet. Werke wie "We Feed the World" (2005) und "Unser täglich Brot" (2005) sind nur zwei namhafte Beispiele, die bereits vor zwölf Jahren die Probleme der Massenproduktion von Nahrungsmitteln anprangerten.

Auch Robert Schabus springt mit "Bauer unser" auf diesen Zug auf und zeigt in einem Rundumschlag die Schwierigkeiten der Branche.

Vielfältige Einblicke

In dem Dokumentarfilm werden sechs österreichische Bauern porträtiert, die Höfe unterschiedlichster Art und Größe führen. Außerdem kommen verantwortliche Politiker und Industrielle zu Wort, die die Situation aus ihrer Sicht beschreiben. Dabei beschränkt sich der Beitrag nicht nur auf die Agrarbetriebe, sondern zeigt auch weiterverarbeitende Fabriken und den Handel.

Einer unter vielen

Schabus bildet durch das umfangreiche Filmmaterial einen vielseitigen Einblick in die derzeitige Lage der Nahrungsmittelproduktion. Er stellt die Protagonisten in den Vordergrund, sodass ein Großteil der Laufzeit in Gesprächen stattfindet. Durch Fakten und Statistiken werden die Aussagen untermauert, dafür werden Kommentare nur reduziert eingesetzt.

Filmisch solide umgesetzt, verpasst es Schabus jedoch, sich von anderen Werken des Genres abzusetzen, die alle nach einem ähnlichen Prinzip konstruiert sind. Interessanter wäre es, auf einen der Aspekte intensiver einzugehen, um so aus der Masse ähnlicher Filme hervorzustechen.