Lustige und süße Katzenvideos sind seit Jahren der Renner im Internet. Manchmal helfen die beliebten Haustiere nicht nur dem Alltag zu entfliehen, sondern bilden einen Anker, um sein Leben in den Griff zu kriegen.

So erging es auch dem ehemals Drogensüchtigen James Bowen, der 2012 mit der Veröffentlichung seines Buches "Bob, der Streuner" an seiner bewegenden Beziehung mit Kater Bob teilhaben ließ. Weil Katzen eben so einzigartig in ihrem Charakter sind, spielt Bob in Roger Spottiswoode Verfilmung des Bestsellers sich selbst.

Flauschiger Lebensretter

James (Luke Treadaway) hat gerade so die Kurve gekratzt und ist von den Drogen losgekommen. Dennoch hat er es nicht leicht, denn er muss sich als Straßenmusiker durchschlagen und lebt in einer kleinen Sozialwohnung.

Dort taucht eines Tages ein abgemagerter, herrenloser Kater auf, den James aufpäppelt und nach dem Vorschlag von Nachbarin Betty (Ruta Gedmintas) Bob tauft. Doch auch als es ihm besser geht, weicht das Tier nicht von James' Seite. Beide werden zu einem unzertrennlichen Team, das gemeinsam die Hürden des Lebens meistert.

Bewegende Romanadaption

In dem Werk treffen herzergreifende Momente auf harte Realität. Dadurch entsteht ein authentisches Bild der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Die schönen Momente wirken umso stärker, weil sie immer wieder durch Dramatisches gebrochen werden.

Luke Treadaway fügt sich ideal in dieses Bild, denn er verkörpert den Hauptcharakter mit einer gewissen Leichtigkeit. Der eigentliche Star ist aber Kater Bob, der mit seiner Art die Herzen zum Schmelzen bringt.