Sinniert über das Leben, das Universum und den
ganzen Rest:  Phillip Seymour Hoffman als Truman
Capote

Capote

KINOSTART: 02.03.2006 • Drama • USA (2005) • 114 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Capote
Produktionsdatum
2005
Produktionsland
USA
Budget
7.000.000 USD
Einspielergebnis
49.084.830 USD
Laufzeit
114 Minuten
Kamera

Im Jahr 1953 gilt der Schriftsteller Truman Capote nach seinem großen Erfolg "Frühstück bei Tiffany" als einer der hoffnungsvollsten Autoren. So bekommt er von der Zeitschrift "The New Yorker" den Auftrag, einen Artikel über einen Mehrfachmordfall in der Provinz zu schreiben. An seiner Seite ist die ebenfalls aufstrebende Schriftstellerin Harper Lee ("Wer die Nachtigall stört"). Doch das Journalistenpaar wird in der Provinz nicht gerade mit offenen Armen empfangen, zumal Capote ein Sonderling ist, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt. Als dann schließlich die beiden Mörder gefasst werden, steigt Capotes Interesse an dem Fall bzw. an den Täter. Denn der Literat will die grausame Tat verstehen ...

Hier geht es weniger um den Mordfall, den Truman Capote tatsächlich zu dem ersten True-Crime-Roman "Kaltblütig" (wurde bereits verfilmt) verarbeitet hat, als um die Person des exzentrischen Boheme, der in eine für ihn völlig unverständliche Welt taucht. So liefert dieser Film eine eindrucksvolle Episode aus dem Leben eines ungewöhnlichen Mannes, brillant dargestellt von Phillip Seymour Hoffman, der mit seinem Spiel die ein oder andere dramaturgische Schwäche schnell vergessen macht. Das sah auch die Oscar-Jury so, die Phillip Seymour Hoffman 2006 mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ehrte.

Foto: Sony Pictures

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