Einer der seltenen gemeinsamen Augenblicke von
Mutter (Aglaia Szyszkowitz) und Sohn (Wolf-Niklas
Schykowski)
Einer der seltenen gemeinsamen Augenblicke von
Mutter (Aglaia Szyszkowitz) und Sohn (Wolf-Niklas
Schykowski)

Der große Tom

KINOSTART: 27.02.2008 • Familiendrama • Deutschland (2008) • 90 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Der große Tom
Produktionsdatum
2008
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
90 Minuten
Regie

Der zwölfjährige Tom Berger (Wolf-Niklas Schykowski, Foto) kommt regelmäßig zu spät zum Unterricht. Die Lehrer strafen ihn ab, seine Mitschüler hänseln ihn dafür. Tom erträgt das alles tapfer. Was niemand ahnt: Tom muss sich und seine beiden kleinen Schwestern, Sophie (10) und Fanny (8), alleine versorgen. Der Vater hat die Familie schon vor Jahren verlassen und ist völlig abgetaucht, und Barbara Berger, die Mutter der Kinder, kümmert sich immer seltener um sie. Ein paar Zettel mit kurzen Anweisungen, etwas Geld und gelegentliche Anrufe sind alles, was die Kinder noch von ihr erfahren. Auch Cora, die in die Wohnung unter den Bergers einzieht, ahnt anfänglich nicht, was sich dort abspielt. Ihr geht nur dieser ständige Lärm durch die Kinder auf die Nerven. Auf ihr Drängen, mit der Mutter darüber sprechen zu wollen, erfindet Tom immer neue Ausreden. Erst nach und nach entdeckt Cora das Drama der Geschwister und mischt sich ein ...

Mit starken Darstellerleistungen – vor allem seitens der drei Kinder – gelang Regisseur Nikolaus Stein von Kamienski ("Die Todesautomatik"), den Zuschauer wahrscheinlich eher unter seinem Kurznamen Nikki Stein kennen dürften, ein packendes Familiendrama mit realem Hintergrund. Denn viel zu oft werden Kinder von ihren Eltern derart vernachlässigt, dass sie dabei sogar zu Tode kommen. Der 1993 geborene Wolf-Niklas Schykowski glänzt hier in der Rolle des "allein erziehenden" Bruders Tom, der alles für seine Geschwister tut. Für diese Rolle wurde Schykowski 2008 beim Deutschen Fernsehpreis mit dem mit 15000 Euro dotierten Förderpreis als bester Jungdarsteller ausgezeichnet. Bereits 2001 überzeugte der Kölner Jungmime als kleiner Wirbelwind in der Komödie "Paps, Versprechen hält man!".

Foto: HR/Walter Vorjohann

Darsteller
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