Schimon (Christoph Letkowski) scheint das Glück gepachtet zu haben. Er ist glücklich mit seiner Ehefrau Jella (Karoline Bär) und die beiden erwarten ihr erstes Kind. Dann schlägt das Schicksal zu: Jella und das ungeborene Baby sterben – und Schimon steht vor den Trümmern seiner Existenz.

Zu allem Überfluss verliert er bei einem Umzug sein gesamtes Hab und Gut. Nur mit viel Überwindung und dem Vertrauen in die Worte seines Großvaters, dass alles einem Sinn dient, gelingt es dem Musiker, wieder ins Leben zurückzufinden. Dabei hilft ihm auch die unverhoffte Liebe zu seiner neuen Bekanntschaft Milena (Luise Heyer). Jedoch verschweigt Schimon ihr vieles aus seiner Vergangenheit, was das junge Glück auf eine harte Probe stellt. Was hält die Welt noch für Schimon bereit?

Sehenswertes Filmvergnügen

Dieser Frage widmet sich Regisseur Jens Wischnewski in allen Einzelheiten und mit all ihren Facetten. Der Zuschauer blickt durch die Augen des Protagonisten, nimmt die Momente der Trauer, des Verlusts, der Liebe so wahr, wie sie auch Schimon erlebt – ein Auf und Ab der Gefühle ohne feste Chronologie, das gerade deshalb sehr lebensnah daherkommt.

Trotz ernster Themen bewahrt sich der Film eine leichtfüßige und warmherzige Note, die berührt und die Produktion zu einem sehenswerten Ereignis macht. Zu verdanken ist dies insbesondere der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptakteure Letkowski und Heyer. Sie verkörpern ihre Rollen authentisch und lassen das Publikum hautnah an ihrer Gefühlsachterbahn teilhaben.