Das 19. und 20. Jahrhundert waren zugleich der Höhepunkt und das Ende der großen Forschungsreisen, bei denen die letzten unentdeckten Winkel der Erde erschlossen wurden. So verwundert es nicht, dass zu dieser Zeit die Abenteuer- und Reiseliteratur blühte.

"Die Reise um die Erde in 80 Tagen" von Jules Verne zählt zu den bekanntesten Beispielen. Der Roman "Die vergessene Welt" von Arthur Conan Doyle, dem Schöpfer von "Sherlock Holmes", gehört ebenfalls zu dieser Literaturgattung. Der Brite beschrieb darin einen geheimnisvollen Ort in Südamerika, der von Dinosauriern bevölkert war.

Die Idee zu dieser Geschichte lieferte ihm wahrscheinlich sein Freund Percy Fawcett, der im frühen 20. Jahrhundert Forschungsreisen in den südamerikanischen Urwald unternahm. Sein Leben lang suchte er nach einer verschwundenen Inka-Stadt, die sich im Grenzgebiet von Bolivien und Brasilien befinden musste.

Eine überzeugende Verfilmung

Nun wurde die spannende Lebensgeschichte des Briten von dem US-amerikanischen Regisseur James Gray verfilmt. "Die versunkene Stadt Z" schildert in über zwei Stunden die gefährlichen Expeditionen von Fawcett. Charlie Hunnam, der aus der Serie "Sons of Anarchy" bekannt ist, übernahm die Hauptrolle. Gray konnte zudem Sienna Miller und Robert Pattinson verpflichten.

Herausgekommen ist ein mitreißender Abenteuerfilm, der weniger auf Actionszenen sowie Spezialeffekte setzt, sondern mit seiner Handlung überzeugt. Echte Genre-Fans werden somit die 140 Minuten Spielzeit genießen. Für andere Zuschauer könnte die Handlung zu langwierig erscheinen.