Firmenchefin Michèle (Isabelle Huppert) erlebt den Albtraum aller Frauen: Ein maskierter Mann dringt in ihre Wohnung ein und vergewaltigt sie. Seltsam unaufgeregt geht die Karrierefrau mit dieser traumatischen Situation um. Anstatt die Polizei einzuschalten, lebt sie ihren normalen Alltag weiter und macht sich selbst auf die Suche nach dem Täter. Als sie ihn enttarnt, spielt sie ihr eigenes Spiel mit ihm.

Überraschender Erfolg

Mit einem sogenannten Rape-Revenge-Thriller hat sich Paul Verhoeven ein ungewöhnliches Genre für sein Comeback zehn Jahre nach "Black Book" ausgesucht. Filme dieser Art bedienen in der Regel die niedersten Instinkte des Zuschauers und finden sich wie Wes Cravens Debüt "Das letzte Haus links" oft auf der Liste verbotener Streifen wieder.

Kein Wunder, dass Verhoeven auch eher ungeplant mit "Elle" seinen ersten französischsprachigen Film gedreht hat. Denn reihenweise hatten Hollywood-Stars wie Nicole Kidman und Julianne Moore abgesagt, bis Isabelle Huppert sich bei den Produzenten um die Rolle der Michèle bewarb und den niederländischen Regisseur erst ins Spiel brachte.

Rückblickend kann man sich kaum eine bessere Besetzung vorstellen: Huppert wurde mit Preisen überhäuft, und wurde als "Beste Hauptdarstellerin" für einen Oscar nominiert. Verhoeven bewies mit "Elle" einmal mehr, dass er zu den genialsten Provokateuren der Branche zählt.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Elle":