1946: Der jüdische Geschäftsmann David Bermann (Moritz Bleibtreu) ist nur knapp dem Nazi-Regime entkommen und lebt im Frankfurt der Nachkriegszeit. Nun wollen er und seine Freunde Deutschland verlassen und in Amerika ein neues Leben beginnen. Doch dazu fehlt es zunächst am nötigen Kleingeld.

Da kommt Bermann auf eine Idee: Mit haarsträubenden Geschichten verkauft er den Deutschen feinste Wäsche – das, was sie laut seiner Aussagen jetzt am dringenden brauchen. Das geht lange gut, bis er vor der knallharten US-Offizierin Sara Simon (Antje Traue) landet und ihn seine eigene Vergangenheit einzuholen droht. 

Komödiantischer Geschichtsstoff

Obwohl die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und vor allem die Thematisierung der Judenverfolgung während der NS-Zeit eigentlich keinen Stoff für Komödien bieten, wagten sich unter anderem bereits Roberto Benigni ("Das Leben ist schön", 1997) oder Radu Mihăileanu ("Zug des Lebens", 1998) daran.

Auch Sam Garbaski ging diesen Schritt – und schuf einen ungewöhnlichen und mitreißenden Film. Hilfe hatte er dabei von Drehbuchautor Michel Bergmann, der selbst, 1945 geboren, als Kind jüdischer Flüchtlinge in der Schweiz aufwuchs. Er schrieb auch den halbautobiografischen Roman "Die Teilacher" (2010) und dessen Fortsetzung "Machloikes" (2011), auf denen der Film teilweise basiert.

Bereits 2013 sollten diese von Garbarski verfilmt werden, allerdings verzögerte sich das Vorhaben aufgrund finanzieller Probleme. Die zweite Fortsetzung "Herr Klee und Herr Feld" (2013) wurde bei der Verfilmung nicht mehr berücksichtigt.