Auf der Suche nach einem Schatz aus Dinosaurier-Knochen: Die "Fünf Freunde" (von links) Anne (Amelie Lammers), Julian (Marinus Hohmann), Dick (Ron Antony Renzenbrink) und George (Allegra Tinnefeld). In liegender Position: Timmy, der Hund.
Das mittlerweile fünfte "Fünf Freunde"-Abenteuer spielt in der Heimat: Irgendwo im europäischen Mittelgebirge lockt ein seltener Dinosaurier-Fund nicht nur Forscher, sondern auch Gangster an.

Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier

KINOSTART: 15.03.2018 • Kinderfilm • D (2018) • 102 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier
Produktionsdatum
2018
Produktionsland
D
Einspielergebnis
3.273.025 USD
Laufzeit
102 Minuten
Regie

Filmkritik

Ein Hauch von Jurassic Park
Von Eric Leimann

Vier deutsche Verfilmungen der "Fünf Freunde"-Abenteuer nach Vorlagen Enid Blytons erreichten die Kinosäle seit 2012. Dann geschah, was allen Kinder-Ensembles früher oder später widerfährt: Die Darsteller wurden zu alt für ihre Rollen, weswegen man die "Freunde" nun austauschte. Immerhin ist bei der altmodisch gedachten Kinoreihe alles übrige gleich geblieben: Stammregisseur Mike Marzuk, der auch das Buch schrieb, belegt ein weiteres Mal, dass Kinder, die zusammenhalten, manchmal klüger sind als Erwachsene.

Diesmal begleiten die Detektive im heimischen Mittelgebirge eine Expeditionsgruppe, unter die sich ein unerkannter Bösewicht mischte. Welcher der Wanderer hat dem sympathischen "Forrest Gump"-Typen Marty (Jacob Matschenz) den Lageplan eines seltenen Dinosaurierfundes entwendet?

Eigentlich sollten die Freunde Tante Fanny (Bernadette Heerwagen) zu einer Familienfeier begleiten. Die Erwachsene landet auf der Autofahrt zum Event allerdings mit einer Grippe im Hotelbett. Kein Problem für George (Allegra Tinnefeld), Julian (Marinus Hohmann), Dick (Ron Antony Renzenbrink), Anne (Amelie Lammers) und Timmy, den Hund: Dann müssen die Abenteuer eben vor Ort erlebt werden – irgendwo am Fuße eines nicht näher bezeichneten Mittelgebirges. Gedreht wurde übrigens in der Fränkischen Schweiz.

Dort lebt auch Marty, ein naiv-kauziger junger Mann, der von seinem mittlerweile verstorbenen Vater in die Welt der Dinosaurier eingeführt wurde. Mehr noch, der Senior hinterließ dem Filius den Knochen einer bislang unbekannten Dino-Rasse samt Lageplan, wo ein komplettes Skelett zu finden sein soll. Natürlich ruft das Gerücht auch Bösewichte auf den Plan. Der fiese Kurt Weiler (stark: Milan Peschel) entwendet Martys Knochen, doch mithilfe eines klugen "Fünf Freunde"-Plans schaffen es die Kinder im Ensemble, den bedrohlichen Gangster zu besiegen.

Was in der Mitte des Films zu einem neuen Setting führt. Gemeinsam mit einer Gruppe undurchsichtiger Erwachsener (unter anderem Melika Foroutan, Jürgen Tarrach, Dirk Borchardt) brechen die Kinder zu einer mehrtägigen Expedition in die Berge auf. Einer der Reisenden, so viel steht fest, muss Martys geheimen Lageplan mit dem Ziel gestohlen haben, in den Bergen heimlich nach dem Sensations-Skelett zu suchen. Wer aus der Wanderer-Gruppe treibt ein falsches Spiel?

Freundschaft, Realfilm und eine sanfte Ironie

Die traditionell mit vielen deutschen Schauspielstars besetzten "Fünf Freunde"-Filme stehen nicht nur wegen ihrer Herkunft aus dem Kosmos der britischen Autorin Enid Blyton – sie schrieb die Romane zwischen 1942 und 1963 – für eine klar traditionelle Kinderunterhaltung. Keine turboschnell überdrehten Animationsabenteuer, keine pumpenden Pop-Soundtracks – stattdessen Freundschaft, Realfilm und eine sanfte Ironie in den Zwischentönen, mit der erwachsene Begleiter der Zielgruppe bei Laune gehalten werden sollen.

Trotzdem ist das neue, tatsächlich recht spannende "Fünf Freunde"-Kinoabenteuer nichts für zart Besaitete. Vor allem in Teil zwei des Films ergeben sich haarsträubende und gefährliche Situationen für die Kinder, die vom dramatischen, dauerpräsenten Soundtrack zusätzlich emotional befeuert werden.

Insgesamt ein ordentlicher Relaunch – auch wenn die Kindercharaktere aufgrund der Fokussierung des Drehbuchs auf Krimi- und Thrillerelemente ein wenig blass bleiben.

Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

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